Recycling
Technische Kommission

In der Kette der Kreislaufwirtschaft - Altstoffe sammeln, sortieren, aufbereiten und recyclen - erzeugt die Schweizer Sekundärrohstoff-Branche jährlich bedeutende Mengen nutzbarer Rohstoffe. Abfälle aus Gewerbe, Industrie, Rückbau und Verkehr sowie Konsum sind die Quelle der Ressourcengewinnung. 

Kennzahlen 2011 bis 2016


Basiswissen zu Schrott & Altmetall


Fachliteratur
Die Aufbereitung von Altmaterialien erfordert besondere Fach- und Sachkompetenz. In der Altmetall-, Papier- und Schrottaufbereitung haben sich über Jahrzehnte ein fundierter Stand der Praxis sowie Standards der Technik etabliert.


Technische Kommission

Die Technische Kommission ‚Umwelt & Recycling‘ unter der Leitung von Markus Fehr, winmit GmbH (markus.fehr@winmit.ch), befasst sich mit umweltgerechter Entsorgung und anderen Herausforderungen der Branche. Die Mitglieder der Technischen Kommission arbeiten aktiv am Best Practice für die Schweizer Recyclingwirtschaft mit.  

Fachbereich Eisen- und Stahlschrott-Verwerter

Willkommen in der faszinierenden Welt des Eisenschrotts, einem der wichtigsten Recyclingprodukte unserer Zeit. Ein weltweiter Markt mit jährlich über 350'000'000 Tonnen wertvollen Materials erwartet Sie.  

Über 250'000 Personen sind in diesem Wirtschaftszweig tätig und veredeln ein Rohmaterial zu hochwertigen Produkten mit einem Marktwert von weit mehr als 1 Milliarde US Dollar jährlich. Selbst in der Schweiz werden jedes Jahr gegen 1'500'000 Tonnen einheimischer Schrott professionell verarbeitet. 

Wir freuen uns, dass Sie sich dafür interessieren!  

Eisenschrott fällt überall in unserer Wirtschaft und Gesellschaft an. Vom alten Velo über die leere Konservenbüchse bis hin zum Auto oder einer alten Stahlbrücke über den Rhein. Deshalb ist im weitesten Sinne jede Mitbürgerin, jeder Mitbürger ein Marktpartner unserer Branche. 

Der Eisenschrott wird durch ein feinmaschiges Sammelsystem erfasst und in speziellen Aufbereitungsbetrieben von Fremdmaterial und Verschmutzung getrennt. So zubereiteter Eisenschrott kann dann in der Giesserei- und Stahlindustrie verwendet und wieder zu hochwertigen Produkten umgeformt werden. 

Worauf wir achten 

Konkrete Anforderungen an den Schrott 

Die Schrottsorten müssen grundsätzlich den geltenden "Allgemeinen Liefer- und Annahmebedingungen für Stahlwerkschrott" entsprechen, d.h. folgende Kriterien sind zu beachten: 

Abmessungen/Geometrie

Analyse/Metallurgie

Gefährliche Stoffe, Hohlkörper / Sicherheit

Verunreinigungen/Ökologie

Beim Einschmelzen von Schrott ist der Grad der Verunreinigung von grosser Bedeutung wie: 

Schutt allgemein

Plastik, Gummi (z.B. Kabel)

Farbe

Diese vorerwähnten Stoffe verursachen beim Einschmelzen enorme Emissionen wie: 

Schwermetallbelastung

Dioxinbildung

Geruchsentwicklung

Annahmebedingungen 

Die Lieferungen von unlegiertem Stahlschrott unterliegen den allgemeinen Schrottabnahmebedingungen des Käufers sowie den handelsüblichen Bedingungen, die bei sämtlichen Schrottkaufverträgen der Stahlwerke mit den Lieferanten angewendet werden. 


Sorten / Schrottnomenklatur 

Schrott ist nicht einfach Schrott 

Als wichtigstes Rohmaterial für die Giesserei- und Stahlindustrie muss Eisenschrott klare qualitative Eigenschaften aufweisen. Deshalb wird Schrott je nach Herkunft, Metallurgie, Grösse und Verwendungszweck unterschieden. 

Die Details dazu finden Sie in den Schrottnomenklaturen und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. 


Organisation

Vorsitzender des Fachbereichs
Eisen- / Stahlschrott-Verwerter

Daniel Jung            Swiss Steel AG 


Vertreter Giessereien


Intranet

Branchenlösung Arbeitssicherheit (ASA)

Nach den Richtlinien der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) genehmigte Branchenlösung (Nr. 42). Die Branchenlösung steht allen Betrieben des Stahl-, Metall- und Papier-Recyclings offen.

Der Mensch im Mittelpunkt
In der Recyclingwirtschaft steht der Mensch im Mittelpunkt. Er soll weder besonderen Gefahren ausgesetzt noch in seiner Gesundheit gefährdet werden. Es bestehen gesetzliche Regelungen zum Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit.

Der VSMR hat sich für eine entsprechende Branchenlösung entschieden. Im Sicherheitsleitbildes sind sowohl für den Verband als auch für die Mitgliedsfirmen kurz- und mittelfristige Ziele formuliert: Die Unfallhäufigkeit soll reduziert und die Gesundheitsgefährdungen eliminiert werden.

Bulletins zu Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz finden Sie im Mitgliederbereich

Sicherheits-Leitbild des VSMR

Wir wollen als verantwortungsbewusste Branche zum Schutz der Beschäftigten sicherheitsgerechte und gesundheitsbewusste Arbeit leisten.

Die Aspekte der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes werden bei allen betrieblichen Aktivitäten mitberücksichtigt.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind Führungsaufgaben.
Jeder Mitarbeiter/jede Mitarbeiterin leistet einen Beitrag zur Wahrung der Sicherheit und Gesundheit.

Durch eine gezielte und stufengerechte Ausbildung wird das sicherheitsgerechte und gesundheitsbewusste Verhalten gefördert.

Dazu gehört auch die Verhütung von Nichtbetriebsunfällen (NBU).

Eine wichtige Aufgabe besteht in der Aus- und Weiterbildung des Personals. Der VSMR bietet laufend Kurse an.

Fachbereich Altpapier und Karton

Für die Herstellung von Papier und Karton werden in der Schweiz jährlich über 1.1 Mio. Tonnen Altpapier benötigt. 168 kg pro Kopf oder total 1.3 Mio. Tonnen Altpapier und Altkarton werden jährlich in der Schweiz gesammelt. Effiziente Sammel- und Transportsysteme bilden die Grundlage für hohe schweizerische Altpapiereinsatzquoten.

Facts

90% des schweizerischen Papierfaserbedarfs wird durch die Wiederaufbereitung von Altpapier gewonnen.

Altpapierfasern können 5-7-mal rezykliert werden

Eine Tonne Faserstoffe aus Altpapier benötigt 5x weniger Strom im Vergleich zur Herstellung aus Holz.

Weitere Informationen:


Rahmenvertrag

Ein Rahmenvertrag regelt die Übernahme des Altpapiers aus der Haushaltsammlung zwischen den Gemeinden und Städten und den Fabriken und Entsorgern. Die fünfjährige Laufdauer des Vertrags gibt den Gemeinden eine Abnahmegarantie und sichert den Abnehmern die Rohstoffquelle.
Mit diesem Rahmenvertrag und den daran anschliessenden Einzelverträgen (zwischen einer Gemeinde und einem Abnehmer) kann vermieden werden, dass eine staatliche Zwangslösung im Sinn einer vorgezogenen Entsorgungsgebühr eingeführt wird.

Vertragspartner sind:

Papierfabrik Utzenstorf AG


Perlen Papier AG


Schweizerischer Gemeindeverband


Schweizerischer Städteverband